TVH - USC Heidelberg 3:0 PDF Drucken
Montag, 14. April 2008 um 15:06

Hausen schafft die große Überraschung

Volleyball - Hausens Volleyballer spielen auch im nächsten Jahr in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Mit 3:0 gewannen die jungen Männer aus dem Zabergäu ihre letzte Heimpartie gegen den USC Heidelberg, während der direkte Mitkonkurrent Aalen zuhause mit 1:3 gegen Allianz Stuttgart patzte.

„Totgesagte leben länger“, „Nichts ist unmöglich“, „Hausen unabsteigbar“ – sämtliche einschlägigen Sprüche der Sport- und Werbesprache kamen am Samstagabend in der Brackenheimer Verbandssporthalle zur Anwendung, um das überraschende Saisonfinale zu kommentieren. „Unsere Chancen für den Klassenerhalt standen 1:100, und wir haben sie genutzt“, sagte Haupt- angreifer Chris Reiner und jubelte überglücklich.

Formanstieg Die Vorzeichen waren in der Tat alles andere als günstig. Ein Hausener Sieg allein hätte nämlich nicht ausgereicht, vielmehr musste zeitgleich Mitkonkurrent DJK Aalen im letzten Spiel mindestens mit 1:3 gegen Allianz Stuttgart verlieren. Vor 300 begeisterten Zuschauern bewies der TVH, dass der zuletzt gezeigte Formanstieg kein Strohfeuer war.

Zwar lagen die Gastgeber in allen drei Sätzen zunächst zurück, ehe Hausens Angriffsmaschinerie ins Schwung kam und den badischen Gästen eindrucksvoll den Schneid abkaufte. Zu keinem Zeitpunkt bekam der USC Heidelberg die bestens aufgelegten Hausener Außenangreifer Chris Reiner und Malte Stiel in den Griff, während Hausens Blockspieler, allen voran Tobias Ballat, Moritz Weeber und Christian Geiger sich immer besser auf die Heidelberger Angreifer einstellten. Hausens Dominanz spiegelte sich auch eindrücklich in den deutlichen Satzergebnissen von 25:17, 25:20 und 25:17 wieder.

Dämpfer Hausens Optimismus hatte jedoch zunächst einen Dämpfer erhalten, als sich Libero Jochen Schlag mit einer schmerzhaften Schulterverletzung krank meldete. Dadurch kam Schlags erst 16-jähriger Bruder Heiko zu seinem ersten Regionalliga-Einsatz und machte seine Sache prima. „Heiko ist U 18 Auswahlspieler“, sagte Hausens Trainerin Ulrike Weeber stolz, „ich wusste, Heiko kann das.“

Als Hausen um 21.06 Uhr unter großem Beifall seinen ersten Matchball verwandelt hatte, begann das bange Warten auf die übrigen Ergebnisse. Die Nachricht kam um 21.31 Uhr. Aalen hatte tatsächlich mit 1:3 gegen Allianz Stuttgart verloren. Hausens Glück war perfekt. Auch im nächsten Jahr will die junge Truppe ihren treuen Zuschauern Regionalliga-Volleyball bieten.

Das ist eine frohe Kunde für die Volleyballfans in der Region. Für den Verein bedeutet der Klassenerhalt, „dass alle weitermachen“, so Abteilungsleiter Gerhard Weeber. Im Falle eines Abstiegs in die Oberliga hätte man beispielsweise einen Malte Stiel wohl kaum halten können. Und auch Weebers Frau Ulrike wird ihre Arbeit als Trainerin fortsetzen. Um diesmal keine Probleme zu bekommen, soll der Kader von sieben, acht auf zehn, elf Mann aufgestockt werden. „Der kleine Kader war unser Verhängnis“, sagt Gerhard Weeber, denn in der jetzt zu Ende gegangenen Spielzeit war man bei Ausfällen nicht mehr in der Lage, angemessen zu reagieren.

Aber es ist ja gerade noch einmal gutgegangen. Und da die Mannschaft noch steigerungsfähig ist rechnet Weeber in der kommenden Saison „mindestens mit einen Platz im Mittelfeld.“ Noch einmal eine solche Zittersaison will man sich nämlich ersparen. wee

TV Hausen: Tobias Ballat, Chris und Patrick Reiner, Christian Geiger, Malte Stiel, Moritz Weeber, Heiko Schlag, Timo Leonhardt, Axel Kleinscheck.

 
TV Hausen Volleyball, Powered by Joomla!