TVH - SV Fellbach 0:3 PDF Drucken
Dienstag, 28. November 2006 um 14:27

Erwartet stark präsentierte sich der Tabellenzweite SV Fellbach am vergangenen Samstag in der Volleyball-Regionalligapartie gegen den TV Hausen und gewann schließlich deutlich mit 3:0 Sätzen. Mit jetzt 10:4 Punkten bleiben die Fellbacher an der Spitze dran, Hausen steht mit einer Bilanz von 8:8 im Mittelfeld.

Mit entscheidend war, dass bei den Gästen erfahrene Spieler dabei waren, die schon in der ersten oder zweiten Liga Einsätze hatten, Jörg Amann oder Spielertrainer Petri Sanio beispielsweise.

Der TV Hausen dagegen musste wie so oft in den vergangenen Jahren seinem geringen Spielerkader Tribut zollen. Nach dem Abschlusstraining stand fest, dass Malte Stiel, der sich im Spiel gegen Aalen an der Schulter verletzt hatte, nicht eingesetzt werden konnte. Seine Position wurde von Markus Strittmatter übernommen. Allerdings lag es diesmal auch an den Nerven, dass für den TVH am Samstag in der Brackenheimer Verbandssporthalle gegen den SV Fellbach überhaupt nichts zu holen war. Trotz aller ungünstigen Voraussetzungen begann die Partie ausgeglichen. Lediglich das Schiedsgericht sorgte mit einigen strittigen Entscheidungen für Unruhe in beiden Mannschaften. Während die Fellbacher Spieler die Entscheidungen professionell wegsteckten, ließen sich die Hausener gänzlich aus dem Konzept bringen. Tobias Ballat verlor vollständig die Beherrschung und verließ wutentbrannt das Feld. Trainerin Ulrike Weeber blieb nichts anderes übrig, als eine Auszeit zu nehmen und auf die rechtzeitige Rückkehr ihres Mittelangreifers zu hoffen. Doch er kam nicht. “Wir treten auf der Stelle und kommen sowohl spielerisch als auch in der Persönlichkeitsentwicklung nicht weiter”, ärgerte sich die Trainerin und kündigte anschließend an, mit Ballat das Gespräch zu suchen.

Für Ballat musste der auf der Mittelposition unerfahrene Moritz Weeber eingewechselt werden. “In dieser Phase des Spiels haben wir einen weiteren Mittelspieler schmerzlich vermisst”, analysierte die Trainerin den weiteren Spielverlauf. Gänzlich aus dem Spielrhythmus gebracht, verloren die Zabergäuer den ersten Satz deutlich mit 21:25.

Ermahnende und beruhigende Worte vor Beginn des zweiten Satzes sollten die Konzentration wieder auf das Spiel lenken. Und erneut konnte der TV Hausen die Partie, nun wieder mit Ballat, der sich inzwischen beruhigt hatte, bis zum 16:16 offen gestalten, sich sogar zeitweilig einen Vorsprung erspielen. Doch gegen einen in allen Spielbereichen besseren Gegner wurden die Schwächen des TV Hausen nur allzu deutlich. Der Fellbacher Block hatte keine Schwierigkeiten, die Angriffe des TVH zu stoppen, und so ging der zweite Durchgang nach 21 Spielminuten mit 20:25 an die Mannschaft um Spielertrainer Petri Saino.

Hart umkämpft war der dritte Satz. Hausen wehrte vier Matchbälle ab, unterlag am Ende jedoch mit 26:28 Punkten. “Nicht die Niederlage ist es, was mich so ärgert an diesem Spiel, sondern dass erfahrene Spieler es trotz aller Gespräche nicht schaffen, ihre persönlichen Fehler und Schwächen auszumerzen”, kommentierte die enttäuschte Trainerin Ulrike Weeber den Spielverlauf.

Im letzten Spiel der Vorrunde beim USC Heidelberg am 9. Dezember wird es sich entscheiden, ob der TV Hausen mit einer positiven Punktebilanz relativ beruhigt in die Rückrunde starten kann. Weeber: “Dieses Spiel sollten wir gewinnen, um vorne mit dabei zu bleiben.”

 
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