USC Heidelberg - TVH 3:2 PDF Drucken
Samstag, 11. März 2006 um 14:19

Chris Reiner wird zur tragischen Figur des Spiels


Die Regionalliga-Volleyballer des TV Hausen haben im Abstiegskampf einen Rückschlag hinnehmen müssen. Beim USC Heidelberg gab es eine unglückliche 2:3-Niederlage.

Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen traten die Zaber-gäuer die Reise nach Heidelberg an, schließlich hatten sie eine Woche zuvor beim 3:1-Sieg gegen den SV Fellbach noch eine starke Leistung abgerufen.

Der USC Heidelberg startete konzentriert und mit dem Willen zum Sieg in den ersten Satz. Hausen agierte pomadig und fand vor allem gegen die Schnellangriffe über die Mitte kein Gegenmittel. Bis zum 15:15 gestaltete der TVH den Satz offen. Die Überlegenheit der Heidelberger führte aber schnell zum 25:20-Satzgewinn.

Im zweiten Satz kam die Mannschaft von Trainerin Ulrike Weeber allmählich in Tritt, erarbeitete sich durch die gute Abwehrarbeit des konzentriert aufspielenden Libero Darco Orsolic einen 9:4-Vorsprung und schien den Gegner im Griff zu haben. Doch es folgte ein überraschender Bruch im Hausener Spiel, und der Gegner holte sieben Punkte in Serie. Trotzdem kämpfte die junge Mannschaft unverdrossen und erarbeitete sich, angetrieben von Tobias Ballat, Punkt um Punkt, bis zum 20:20. Doch auch hier hatte Heidelberg mit 25:23 das bessere Ende für sich, da Hausen seine Bigpoints nicht im Feld unterbrachte.

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ Heidelberg etwas nach und brachte dadurch Hausen ins Spiel. Auf einmal klappte alles: sichere Annahme durch Reiner und Orsolic, die Angreifer Stiel, Barth und Ballat setzten sich immer wieder durch und Heidelberg wurde geradezu überrollt. Bis auf 24:16 zogen die Gäste davon und gewannen den Satz nach einigen Unkonzentriertheiten mit 25:21. Nun hatte Hausen Oberwasser. Satz vier wurde äußerst konzentriert angegangen, der USC bekam keinen Stich und der vierte Satz ging mit 25:17 an den TVH.

Damit nahm das Drama seinen Lauf. Das Spiel wogte im ungeliebten Tiebreak hin und her. Hausen ging sogar mit 13:11 in Führung und hielt den Sieg in Händen. Aber ausgerechnet die Konstanz in Person, Chris Reiner, wurde zur tragischen Figur. Ihm unterliefen vier unglückliche Fehler, und Heidelberg verbuchte das Spiel doch noch knapp mit 15:13 für sich.

Trainerin Ulrike Weeber beklagte nach dem Spiel die dünne Spielerdecke: „Nach dem erneuten Ausfall von Markus Strittmatter und dem Dauerverletzten Timo Leonhardt stehen keine Alternativen zur Verfügung.“

Trotzdem lobte sie die kämpferische Einstellung der Mannschaft, die sich nie aufgab. Hausen muss nun die verbleibenden zwei Begegnungen gegen die designierten Absteiger Freiburg II und Helmstadt gewinnen, um einem möglichen dritten Abstiegsplatz zu entgehen. Ob sich die Personalsituation bis zum Wochenende entspannt, bleibt fraglich.

 
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