VfB Ulm - TVH 0:3 PDF Drucken
Samstag, 28. Januar 2006 um 14:15

Ãœberraschungscoup im Abstiegskampf


Die Regionalliga-Volleyballer des TV Hausen haben sich mit einem überraschenden 3:0-Auswärtserfolg beim VfB Ulm ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft.

Mit Außenseiterchancen reiste die Mannschaft von Trainerin Ulrike Weeber nach Ulm, wohl wissend, dass der 3:0-Hinspielsieg kein Maßstab über die wahre Leistungsstärke der Ulmer war.

Im ersten Satz entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das gekennzeichnet war durch Annahmefehler auf beiden Seiten. Der Russe Tscherkasky auf Ulmer Seite zeichnete sich wie erwartet immer wieder als Punktesammler aus. Zwangsläufig erarbeitete sich Ulm leichte Vorteile und kam beim Stand von 24:23 zum ersten Satzball, der aber von Hausener Seite souverän abgewehrt wurde. Durch zwei gute Aufschläge von Markus Strittmatter ging der erste Satz an die Zabergäuer.

Wie aus einem Guss startete Hausen in den zweiten Satz. Druckvolle Aufschläge, vor allem auf den schwachen Ulmer Libero, sorgten dafür, dass der VfB immer wieder über die Außenpositionen angreifen musste.

Der im ersten Satz glänzend aufspielende Ulmer Tscherkasky wurde jetzt durch den Hausener Block Ballat/Weeber ein ums andere Mal gestoppt und über die Außenposition zeichnete sich Chris Reiner durch durchschlagskräftige Angriffe und überlegte Lops aus. Eine 20:18 Führung wurde zu einer 24:21-Führung ausgebaut, den Satzgewinn besorgte dann Fritz Barth mit einem knallharten Angriff.

Der gefürchtete dritte Satz, der den Hausenern schon so oft in der Saison zum Verhängnis wurde, startete überraschend gut. Der Block wurde zur stärksten Waffe der Weeber Truppe. Jetzt wurde auch der ehemalige Bundesligaspieler Wiskirchen, der vom VfB Friedrichshafen kam, immer mehr ausgeschaltet, und Hausen erarbeitete sich eine 10:8-Führung. Dann musste der TVH eine Schrecksekunde überstehen. Bei einem Zusammenprall zwischen Fritz Barth und Markus Strittmatter musste der Kapitän mit einer Platzwunde vom Platz. Befürchtungen, dass das Spiel einen Knacks bekommen könnte, wurden aber durch den eingewechselten Timo Leonhardt gleich beseitigt.

Er ließ keine Zweifel aufkommen, dass es nur einen Sieger an diesem Abend geben konnte und wurde zum überragenden Angreifer des dritten Satzes. Leonhardt war es auch, der mit einem krachenden Einerblock den 3:0-Sieg sicherstellte.

Trainerin Ulrike Weeber lobte nach dem Spiel die ganze Mannschaft, in der alle Spieler voll überzeugten, vor allem auch die Youngsters Moritz Weeber und Timo Leonhardt: „Mit dieser Leistung ist uns auch vor den kommenden schweren Partien gegen Konstanz und Bühl nicht bange“.

Jubelnd holte die Hausener Mannschaft anschließend ihren Kapitän Markus Strittmatter aus dem Bundeswehrkrankenhaus ab, der bis dahin nicht über den Spielausgang informiert war.

TV Hausen: Ballat, Barth, C. und P. Reiner, Orsolic, Leonhardt, Weeber, Strittmatter, Schmidtchen.

 
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