TVH - TSV Schmiden 3:1 PDF Drucken
Samstag, 21. Januar 2006 um 14:14

Auftrieb im Abstiegskampf trotz Ahmann-Protest


Mit einem wichtigen Sieg im Abstiegskampf sind die Regionalliga-Volleyballer des TV Hausen ins neue Jahr gestartet: Am Samstag setzte sich die Mannschaft von Trainerin Ulrike Weeber mit 3:1 (25:19, 23:25, 25:21, 25:17) gegen den TSV Schmiden durch, der nach dem Spiel Protest einlegte.

„Mit zittrigen Knien haben wir erst im vierten Satz gemerkt, dass wir das Spiel gewinnen können“, strahlte TVH-Kapitän Markus Strittmatter nach dem spannenden, wenngleich nicht hochklassigen Spiel vor 200 Zuschauern in der Brackenheimer Verbandssporthalle. „Ich freue mich, wie die Kerle gespielt haben. Das gibt Selbstvertrauen, das sie auch dringend brauchen“, stellte die Trainerin zufrieden fest.

Die Routiniers aus Schmiden fühlten sich allerdings durch diverse Schiedsrichterentscheidungen derart benachteiligt, dass Mannschaftskapitän und Bronzemedaillengewinner von Sydney, Jörg Ahmann, unmittelbar nach dem Spiel Protest gegen die Wertung einlegte. Auslöser war eine gelbe Karte von Hauptschiedsrichter Joachim Böttinger im vierten Satz gegen Schmidens Zuspieler Christian Kilgus und eine laut Jörg Ahmann angeblich falsche Grundaufstellung des TV Hausen. Ahmann: „Das war keine Tatsachenentscheidung, sondern ein Verfahrensfehler.“

Beim TV Hausen sieht man dem Protest unterdessen gelassen entgegen. „Wir haben unsere Aufstellung vom zweiten Schiedsrichter absegnen lassen“, so Markus Strittmatter.

Der TV Hausen ließ sich durch die Diskussionen, die die Schmidener Gäste mit den Unparteiischen führten, jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil, der erste Satz bescherte den Gastgebern einen Start nach Maß, so dass sie mit 10:3 und 20:11 schon klar auf der Siegerstraße waren, ehe sich zum Ende des Durchgangs kleinere Nachlässigkeiten einschlichen, die aber den Gewinn des ersten Satzes (25:19) nicht in Gefahr brachten.

An diesem Abend kamen zwei für die Gastgeber günstige Umstände zusammen: Der TSV Schmiden, ein Sammelbecken früherer Bundesligaspieler, konnte nicht den gewohnten Druck erzeugen. Und er traf auf ein Hausener Team, das in Angriff, Annahme und Block eine solide Leistung bot. Außerdem hatte es Zuspieler Patrick Reiner verstanden, ein variables Spiel aufzuziehen.

Auf die Aufschlagserie Ahmanns, der seinen TSV im zweiten Satz mit 8:2 in Führung brachte, hatte Hausen zunächst keine Antwort. Die Gastgeber kämpften sich zwar in der entscheidenden Phase auf 23:23 heran, unterlagen dann aber doch noch mit 23:25. Spätestens im dritten Satz hätte der TV Hausen allerdings erkennen müssen, dass Schmiden zu schlagen war, nicht zuletzt, weil Jörg Ahmann nach seinem Ende November erlittenen Bänderriss noch nicht sein volles Leistungsvermögen abrufen konnte. Ahmann: „Ich kann bisher nur zweieinhalb Sätze auf hohem Niveau spielen.“ Nun hatte sich die Abwehr auch auf seine harten Sprungaufschläge eingestellt, so dass man durch den eigenen Spielaufbau Druck auf Schmiden ausübte und dem 25:21 im dritten Satz ein am Ende souveränes 25:17 im vierten Satz folgen ließ. Trainerin Ulrike Weeber: „Das Spiel des TSV Schmiden ist völlig auf Jörg Ahmann zugeschnitten. Aber das reicht eben nicht immer aus.“

 
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