TVH - TV Bühl 2:3 PDF Drucken
Samstag, 19. November 2005 um 14:11

Trotz ihrer besten Saisonleistung unterlagen die Regionalliga-Volleyballer des TV Hausen in einem mitreißenden Heimspiel gegen Tabellenführer TV Bühl knapp mit 2:3

Wohin man auch schaute: Es waren strahlende Gesichter, in die man am Samstagabend blickte. Dabei hatte der TV Hausen soeben eine äußerst knappe 2:3-Niederlage gegen Regionalliga-Spitzenreiter TV Bühl schlucken müssen. Doch niemand der 200 Besucher in der Brackenheimer Verbandssporthalle sah einen Grund, sich über dieses Ergebnis zu ärgern. Im Gegenteil: Sie feierten die Verlierer. Auch die Spieler waren stolz auf die Leistung, die sie in den zwei Stunden zuvor abgeliefert hatten.

Der Sport kehrte an diesem Abend zu seinen Wurzeln zurück: Der Verlierer hatte alles gegeben, dem Favoriten auf hohem Niveau lange Zeit Paroli geboten, aber nach einem enormen Kraftakt im vierten Satz im abschließenden Tiebreak nichts mehr hinzuzusetzen gehabt. Mit einer solchen Niederlage kann man zufrieden sein, denn wir haben unser bestes
Saisonspiel gemacht , stellte Kapitän Markus Strittmatter fest und ergänzte: Wenn wir uns weiter so präsentieren, können wir jede Mannschaft schlagen.

Und auch die sonst äußerst kritische Trainerin Ulrike Weeber, mit 2:3-Niederlagen zwar sehr erfahren, aber nur selten zufrieden zu stellen, hatte an ihrer Mannschaft ausnahmsweise nichts auszusetzen: Uns war allen klar, dass wir gegen Bühl nichts ausrichten können, wenn wir nicht eine besondere Leistung abrufen würden.

So ging ihre Mannschaft hoch konzentriert und sehr engagiert in diese Partie, entschlossen, mannschaftliche Homogenität in die Waagschale zu werfen, um dem Gegner vielleicht ein Bein zu stellen. Schließlich hatte der TV Hausen bereits beim 3:1-Erfolg gegen den VC Offenburg einen Spitzenreiter vom Sockel gestürzt. Es war der Block, und hier vor allem ein stark aufgelegter Moritz Weeber, der immer wieder entscheidende Punkte holte und die druckvoll auftretenden Gäste ärgerte. Den ersten Satz entschieden die Gastgeber deutlich mit 25:19 für sich.

In dieser Phase fanden die in der Liga gefürchteten Sprungaufschläge des TV Bühl noch nicht ihr Ziel, in den Durchgängen zwei und drei dafür umso besser. Mit 17:25 und 21:25 gerieten die Weeber-Schützlinge in einen 1:2-Satz-Rückstand.

Doch der anschließende vierte Satz hatte alles zu bieten, was das Volleyballer-Herz begehrt: Furiose Angriffe, überzeugende Block-Qualitäten, harte Sprung-Aufschläge und wechselnde
Führungen. Hausen erwischte zwar einen guten Start, doch eine 8:2-Führung schmolz auf 8:6 zusammen. In der vorentscheidenden Phase hatten sich die Gäste mit 23:22 schon auf die Siegerstraße gebracht, ehe der TVH den Satz doch noch mit 26:24 für sich entschied. Im fünften Satz schwanden jedoch Konzentration und Kräfte, so dass man sich mit 10:15 beugen musste.

 
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