TVH - USC Heidelberg 2:3 PDF Drucken
Samstag, 24. September 2005 um 14:05

Leistung stimmt - das Ergebnis nicht


Es gibt Niederlagen, die sind ärgerlich und ernüchternd. Es gibt aber auch Niederlagen, die sind zwar ärgerlich, aber sie machen Mut. Mut, weil die Leistung zumindest im Rahmen lag und eine Tendenz nach oben erkennbar ist. Die Volleyballer des TV Hausen sind mit einer 2:3 (20:25, 28:26, 23:25, 29:27, 13:15)-Heimpleite gegen den USC Heidelberg in die Regionalliga-Saison gestartet.

Doch die Art und Weise, wie die Mannschaft am Samstagabend in der Brackenheimer Verbandssporthalle aufgetreten ist, zeigt, dass sie auf dem richtigen Weg ist. "Das war eine erfreuliche Leistung", zeigte sich Trainerin Ulrike Weeber durchaus zufrieden mit der Vorstellung ihrer jungen Truppe. Dabei ist ihr durchaus bewusst, dass diese beiden möglichen, aber auf dem Konto fehlenden Punkte am Saisonende noch schmerzen können: "Wir wissen, dass wir alle gewinnbaren Spiele gewinnen sollten."

"Die Einstellung und der Wille haben gestimmt", zog auch der neue Mannschaftskapitän Patrick Reiner ein positives Fazit gegen einen gleichstarken Gegner, obwohl noch viel Arbeit auf Trainerin und ihrem Team liegt. Reiner: "Die Eigenfehlerquote ist noch zu hoch und unsere Aufschläge müssen besser werden." Auch das Timing hat noch Nachholbedarf. Weeber: "Es fehlt noch das Auge für den Block." Doch das ist für ein Saisonauftaktspiel nichts Außergewöhnliches.

Die Regionalliga-Partie gegen den USC Heidelberg lebte vor den 150 Zuschauern vor allem von der Spannung, die sich mit zunehmender Spieldauer zu einem dramatischen Schlagabtausch entwickelte. Lediglich der erste Satz war eine klare Angelegenheit für die Gäste, die sich mit 25:20 durchsetzten. Der Hausener Angriff war nicht durchschlagskräftig genug und auch in Abwehr und Block gab es Probleme.

Auch im zweiten Durchgang liefen die Gastgeber lange einem Rückstand hinterher, ein Kräfte zehrendes Spiel, das sich mit Ausnahme des vierten Satzes über die gesamte Spielzeit erstreckte. Doch als die Trainerin Routinier Markus Strittmatter für ihren Sohn Moritz Weeber aufs Feld schickte, wirkte der TVH konzentrierter, kämpfte sich mit großem Engagement heran und wehrte sogar zwei Satzbälle ab. Der insgesamt starke Außenangreifer Chris Reiner hatte schließlich großen Anteil daran, dass seine Mannschaft mit 28:26 zum 1:1-Satzausgleich kam.

Zwar liefen die Zabergäuer auch im dritten Durchgang einem Rückstand hinterher und verloren ihn letztlich mit 23:25, doch auch der USC zeigte eine schwankende Leistungskurve mit Schwächen in Aufschlag, Block und Angriff. Dies nutzte der kampfstarke Gastgeber besonders im vierten Durchgang. Zwischenzeitlich hatte man sich einen Fünf-Punkte-Vorsprung (21:16) herausgearbeitet, der zwar wieder zusammenschmolz (24:23), doch bewies der TV Hausen trotz zweier nicht genutzten Satzbälle Nervenstärke. Denn es gelang ihm, zwei Matchbälle abzuwehren und mit dem 29:27 einen fünften Satz und damit den entscheidenden Tiebreak zu erzwingen. "Der vierte Satz hat unsere Kampfeslust geweckt", sagte Patrick Reiner. Im Tiebreak wechselte die Führung ständig und die Dramatik brachte die Halle zum Brodeln. Am Ende waren es Nuancen, mit denen der USC Heidelberg das Spiel mit 15:13 für sich entschied.

 
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