TVH - VC Offenburg 3:2 PDF Drucken
Samstag, 19. März 2005 um 09:30

Mentale Stärke beschert Klassenerhalt


Die geballte Faust Timo Leonhardts verriet Entschlossenheit sowie mentale Stärke und genau das war der Schlüssel zum Erfolg: In einem Volleyball-Krimi sicherte sich der TV Hausen beim Saisonfinale durch einen umkämpften 3:2-(21:25, 25:14, 23:25, 25:22, 16:14)-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten VC Offenburg den Regionalliga-Klassenerhalt.

"Ich bin begeistert, wie sich meine Jungs auch von Rückschlägen im fünften Satz nicht beeindrucken ließen", strahlte Trainerin Ulrike Weeber. Es war kein Zufall, dass Hausen, wie fünfmal zuvor in dieser Spielzeit, in den nervenzehrenden Tiebreak gehen musste. Dies schien aber kein gutes Omen zu sein, denn vier dieser fünf Spiele verlor der TVH. Auch gab es für Stammlibero Darko Orsolic keinen schlechteren Zeitpunkt, als ausgerechnet in diesem Endspiel seine Grippe zu nehmen. So musste Trainerin Ulrike Weeber den unerfahrenen Manuel Brenner aus dem Bezirksliga-Team ins kalte Wasser werfen.

Der bereits vor dem Saisonabschluss als Tabellenzweiter feststehende VC Offenburg tat darüber hinaus alles, um nicht in den Geruch der Wettbewerbsverzerrung zu geraten und wollte die für ihn bedeutungslose Partie mit allen Mitteln gewinnen. "Du kriegst in dieser Liga nichts geschenkt, aber andererseits gibt es nichts Schöneres, als ein solches Spiel im Tiebreak knapp zu gewinnen", sagte ein völlig entkräfteter Kapitän Markus Strittmatter.

Als die Gastgeber am Samstag vor 200 Zuschauern in der Brackenheimer Verbandssporthalle ins Spiel eingriffen, war der erste Satz schon vorbei: „An den ersten Bällen merkst du, wie der Satz läuft“, sagte Mittelangreifer Fritz Barth. Der deutliche Rückstand, der sich schnell eingeschlichen hatte, war nicht wieder wettzumachen. Allerdings zeigten sie sich nach diesem Satzverlust zum 21:25 entschlossener und risikofreudiger. Mit harten Sprungaufschlägen verschaffte Tobias Ballat seinem Team einen Sechs-Punkte-Vorsprung im zweiten Satz (8:2), der lange gehalten und in der Schlussphase sogar noch zum 25:14 ausgebaut wurde.

Der dritte Satz war ausgeglichen, aber Offenburg hatte beim 25:23 das glücklichere Ende für sich, so dass der TV Hausen nach dem 1:2 nach Sätzen immer mehr mit dem Rücken zur Wand stand. Doch je größer der Druck wurde, desto mehr wuchs das Team gegen einen starken Gegner, der einen überzeugenden Angriff und eine noch bessere Annahme stellte, über sich hinaus. Die Entschlossenheit der Barths und Ballats, der Leonhardts, Strittmatters und Reiners und der feste Wille, dieses Spiel für sich zu entscheiden, nahm in der nun brodelnden Halle mit jedem Ballwechsel zu. Hausen verschaffte sich durch gute Sprungaufschläge einen Sieben-Punkte-Vorsprung zum 18:11, der aber beim 21:20 dahingeschmolzen war. Mit einer Energieleistung rettete sich der Gastgeber (25:22) in den Tiebreak. Die mentale Stärke, in den ersten beiden Regionalliga-Jahren ein Markenzeichen des Weeber-Teams, war wieder da und so verwandelte der TV Hausen den zweiten Matchball zum 3:2-Sieg.

 
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