TVH - USC Konstanz 2:3 PDF Drucken
Samstag, 24. Januar 2004 um 08:54

Kader fordert seinen Tribut

Der TV Hausen bekommt die Konsequenzen seiner dünnen Spielerdecke zu spüren: Am Samstagabend verlor der Volleyball-Regionalligist sein Heimspiel gegen den Aufsteiger USC Konstanz zwar knapp, aber nicht unverdient mit 2:3 (17:25, 25:23, 25:19, 12:25, 13:15), bleibt dennoch weiterhin in der Spitzengruppe der Liga.

Dabei konnten die angeschlagenen Hauptakteure Fritz Barth (Knieprobleme) und Chris Reiner (Mittelfußprellung) ihre Mannschaft nicht wie gewohnt zum Sieg führen, und auch den anderen Spielern gelang es nicht, in die Bresche zu springen und das vor allem im Tiebreak auf der Kippe stehende Spiel noch zu Gunsten des TV Hausen zu wenden.

Ulrike Weeber hasst Niederlagen. Doch diesmal fand die Trainerin schnell mäßigende Töne. "Diese Niederlage ist nicht so entscheidend. Wir haben nur ein Spiel verloren", relativierte sie. Es schien ein kurzer Abend zu werden vor den 300 Zuschauern in der Brackenheimer Verbandssporthalle, denn beim TV Hausen war nicht die gewohnte Dynamik erkennbar.

Außerdem zeigte Außenangreifer Chris Reiner schon während des ersten Satzes an, dass an diesem Tag nicht mit ihm zu rechnen sein würde und ließ sich (vorläufig) auswechseln. Der erste Satz (17:25) war anschließend eine klare Angelegenheit für die Gäste, da sich auch Hauptangreifer Fritz Barth auf Grund seiner Verletzung deutlich zurückhielt.

Auch Kapitän Markus Strittmatter, Tobias Ballat, Timo Leonhardt oder Nico Oefner gelang es nicht, die fehlende Leistungsstärke auszugleichen. Daher entwickelte sich der zweite Satz ebenso wie der erste. Beim Stand von 18:22 nahm Ulrike Weeber ihre zweite Auszeit. "Ich wollte nur neue Spieler für den dritten Satz einspielen", hatte sie den zweiten Durchgang bereits abgehakt. Doch nach dem 19:23 gaben ihre Jungs plötzlich keinen Punkt mehr ab, setzten sich überraschend mit 25:23 durch und sorgten so für den Satzausgleich zum 1:1.

Nun ging ganz offensichtlich ein Ruck durch die Mannschaft und plötzlich lief es besser, während die Gästen eine Reihe Fehler produzierten. Mit einem Mittelangriff von Fritz Barth, der bei der Heilbronner Sportlerwahl 2003 auf den dritten Platz gewählt und am Sonntag entsprechend geehrt wurde (siehe Bericht an anderer Stelle dieser Zeitung), gelang der Satzgewinn zum 2:1 (25:19).

Doch plötzlich funktionierte überhaupt nichts mehr. Die Satzführung wirkte nicht befreiend, sondern wie eine schwere Last auf den Schultern der Hausener, so dass man schnell mit 3:10 und 6:20 in Rückstand geriet und diesen Durchgang mit 12:25 verlor.

Spannend verlief der fünfte und entscheidende Satz, denn beide Seiten schenkten sich nichts, und die Führung wechselte stets hin und her. Erst in der Schlussphase nach einer schlechten Annahme und einem Blockfehler gelang es den Gästen, sich mit zwei Punkten abzusetzen und sich zwei Matchbälle zu sichern. Hausen wehrte den ersten Matchball beim Stand von 13:14 zwar noch ab, doch mit dem zweiten war die Niederlage besiegelt.

 
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