14.11.2015 TV Hausen - Heimspiel SV 1845 Esslingen & SV Remshalden PDF Drucken
Donnerstag, 28. Januar 2016 um 10:27

TV Hausen wird mit zwei Niederlagen auf den sechsten Tabellenplatz durchgereicht

Mit hängenden Köpfen verließen die letzten Hausener Spieler am Samstag gegen 20:45 Uhr die Verbandssporthalle in Brackenheim. Zu Feiern gab es wahrlich nichts. Nach der dritten Niederlage in Folge, finden sich die Zabergäuer auf dem sechsten Tabellenplatz wieder und das obwohl man als Tabellenführer in den Spieltag gestartet war. Doch der Reihe nach.

Erster Gegner des Spieltages waren die Männer von der SV 1845 Esslingen. Als Aufsteiger, mit zwei Siegen gegen Geißelhardt und Ostalb im Gepäck, reisten die Neckarstädter mit jeder Menge Selbstbewusstsein nach Brackenheim. Von angekündigtem Respekt vor einigen ehemaligen Drittligaakteuren der Hausener war nicht viel zu spüren. Im ersten Satz wurden die Männer von Ulrike Weeber regelrecht überrollt. Mit starken Aufschlägen und platzierten Angriffen machten die Esslinger kurzen Prozess mit Hausen. Ohne wirkliche Gegenwehr ging der erste Satz im Handumdrehen mit 13:25 an die Gäste. Mit Moritz Weeber fehlte beim TV Hausen an diesem Heimspieltag zwar merklich der Stammzuspieler, aber das alleine sollte nicht als Ausrede gelten. In der Satzpause gab es die Anweisung der Trainerin, das Spiel variabler und schneller aufzuziehen. Das Konzept ging zunächst auf und die beiden Mittelblocker Heiko Figgemeier und Christian Geiger punkteten zuverlässig mit ihren Schnellangriffen, so dass Hausen mit 10:6 in Führung ging. Die Esslinger arbeiteten sich allerdings wieder ran, Hausen ließ einfache Punkte liegen und gab die Führung bei 17:18 wieder an Esslingen. Dann lief bei den Gastgebern einfach gar nichts mehr zusammen. Gerade noch zwei Punkte schafften die Zabergäuer, bevor der zweite Satz mit 25:19 deutlich nach Esslingen ging. Sichtlich geschockt ging Hausen in den dritten Satz. Esslingen benötigte nicht lange um sich schnell einen komfortablen Vorsprung zu erspielen. Beim Stand von 13:19 für die Gäste nahm Ulrike Weeber die zweite Auszeit. Doch erst als das Spiel fast verloren war und man beim Stand von 16:24 acht Matchbälle gegen sich hatte, bäumten sich die Hausherren erneut etwas auf. Plötzlich lief es wieder, die Lockerheit war zurück auf dem Feld.  Es wurde nochmals spannend und Hausen kam bis auf 22:24 ran. Allerdings begrub ein erfolgreicher Angriff der Esslinger die letzten Hoffnungen auf einen Satzgewinn und beendete das Spiel mit 0:3 für die Neckarstädter. TV Hausen – SV 1845 Esslingen (0:3; 13:25, 19:25, 22:25)

Die Hoffnung auf Punkte wurde also ziemlich schnell auf das zweite Spiel des Tages vertagt. Doch mit Remshalden wartete kein Geringerer als der letztjährige Vizemeister auf die Hausherren. Leichter als in der ersten Partie des Tages sollte es also nicht werden. Trainerin Weeber nahm Änderungen in der Aufstellung vor. Waldemar Feicho, der im ersten Spiel noch als weitere Zuspieloption zur Verfügung stand, wechselte auf die Libero Position, um Annahme und Abwehr zu stabilisieren. Heiko Figgemeier rückte auf die Vier um mehr Druck über die Außenposition ins Angriffsspiel der Hausener zu bringen und Alex Petker nahm die freigewordene Mittelblock Position ein. Doch wer nun ein Aufbäumen der Hausherren erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt – und zwar schneller als einem lieb sein konnte. Mit 16:25 und 13:25 gingen die Sätze eins und zwei im Schnelldurchgang an die „Buben vom Remstal“, die deutlich zeigten, dass sie nicht nur toll singen, sondern auch richtig gut Volleyball spielen können. Bei Hausen lief einfach nichts zusammen und so war es ausreichend für die Gäste selbst keine Fehler zu machen – und das machten sie ziemlich gut. Im dritten Satz konnten sich die Gastgeber denn endlich fangen, die Annahme war nun stabil und der Satz ging, nicht souverän aber hart umkämpft,  mit 25:23 an die Zabergäuer. Mit gestärktem Selbstbewusstsein ging es in den vierten Satz, in dem sich keine Mannschaft dauerhaft absetzen konnte. Kleine Vorsprünge wurden von beiden Seiten immer wieder ausgeglichen. Vor allem der Remshaldener Diagonalangreifer Simon Protz machte, nicht nur in dieser Phase des Spiels, den Hausherren das Leben schwer. Vom Block-Abwehrverbund nie in den Griff zu bekommen, schlugen seine Bälle konstant auf Hausener Seite im Feld ein. Klar, dass Zuspieler Benjamin Walter in der Endphase des vierten Satzes so ziemlich alles über ihn „schaufelte“. Auch in der Verlängerung war das Glück an diesem Samstag nicht auf Hausener Seite und so blieb es eben Simon Protz überlassen, den letzten Punkt und somit Satz und Spiel mit 28:30 und 1:3 nach Remshalden zu holen. TV Hausen – SV Remshalden (1:3; 16:25, 13:25, 25:23, 28:30)

Sichtlich frustriert trotteten die Hausener vom Spielfeld. Mit dieser Leistung hat man sich selbst vom Platz an der Sonne in die Nähe der Abstiegsränge gebracht. Es gibt also einiges aufzuarbeiten in den nächsten zwei Wochen, bevor man am 28. November auf die SG MADS Ostalb II trifft.

Für den TV Hausen spielten: Waldemar Feicho, Heiko Figgemeier, Christian Geiger, Kai Hollmann, Ruben Link, Alexander Petker, Pascal Walter, Christof Ziola

 
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