TV Hausen - DJK Aalen 2:3 PDF Drucken
Dienstag, 08. November 2011 um 12:22

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Der feine Unterschied

Die Sensation blieb an diesem Tag aus: Denkbar knapp mit 2:3-Sätzen (Tiebreak 13:15) verloren Hausens Regionalliga-Volleyballer ihre Heimpartie gegen den Tabellenführer aus Aalen. Dass die Zuschauer danach von einer der spannendsten Partien seit langen schwärmten, war den Hausenern nur wenig Trost.

Bis auf den verletzten Heiko Figgemeier hatte TVH-Trainerin Ulrike Weeber alle Akteure an Bord. Und dennoch blickte sie skeptisch in die Runde. Mittelangreifer Christian Geiger war unter der Woche krank und immer noch sichtlich angeschlagen und auch Zuspieler Patrick Reiner klagte über Schmerzen im Knie.

Da hellte kurz vor Spielbeginn eine SMS von Tochter Elena die Trainer-Stimmung auf. In 140 Zeichen wünschte die Spielmacherin des Frauenregionalligisten TSV Schmiden dem Team ihrer Mutter viel Glück. Wie berechtigt die Hoffnung auf einen Sieg gegen die bislang ungeschlagenen Spitzenreiter von der Ostalb war, sollte sich bereits im ersten Satz zeigen. Mutig und druckvoll fanden die Gastgeber aus dem Zabergäu ins Spiel, waren nicht nur ebenbürtig, sondern beherrschten die Partie bis zum 25:21-Satzendstand sogar deutlich. Als im zweiten Durchgang aber Hausens Druck nachließ, wurde klar, warum Aalen im Augenblick die Tabelle der Regionalliga anführt. Fast ohne Eigenfehler und mit piekfeiner Defensivarbeit gewann die DJK allmählich die Oberhand und zeigte dem TVH in dieser Phase mit einem 15:25 deutlich die Grenzen auf. "Wir müssen mehr Druck machen, wir müssen Aalen zu Fehlern zwingen", forderte Ulrike Weeber vergeblich, denn auch der dritte Durchgang ging mit 25:19 an Aalen.

Erst im 4. Satz besannen sich die TVH-Spieler wieder ihrer Stärken und wandelten mit einer beeindruckenden Angriffsleistung einen 14:17-Rückstand in einen 25:22-Satzgewinn um. Erfolgsgarant war Peter, der in dieser Phase des Spiels eine perfekte Trefferausbeute verbuchen konnte.

Hausen nahm den Schwung mit in den Tiebreak, führte beim letzten Seitenwechsel 8:7 und lag sogar noch 11:9 in Front. Am Ende aber siegten die Gäste mit 13:15. Aalen jubelte und Hausen saß mit hängenden Köpfen da. Mittendrin tippte Ulrike Weeber eine SMS an die Tochter: "Haben 2:3 verloren." Pech!"

TV Hausen: Reiner, Ballat, Geiger, Peter, Brenner, Neuffer, Weeber, Kleinscheck, Hollmann.

 
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