TV Hausen - TSV Eningen 3:2 PDF Drucken
Dienstag, 15. März 2011 um 17:09

TV Hausen befindet sich im Wartestand

Die Freude war da nach diesem knappen 3:2-Heimerfolg über den TSV Eningen. Bei den Oberligaspielern des TV Hausen. Bei den rund 250 Zuschauern in der Brackenheimer Halle. Aber was für eine Art der Freude war es? Aufstiegsfreude? Ohne Sektflaschen? Ohne Aufstiegs-T-Shirts?

"Es ist irgendwie komisch, wenn man nicht weiß, ob das jetzt zum Aufstieg gereicht hat", sagte Hausens Fritz Barth, der nach dem Rücktritt vom Rücktritt im Saisonendspurt der jungen Mannschaft half. Denn die Hausener Aufstiegsgeschichte ist eine mit vielen Wenn und Aber. Denn in der Oberliga stehen noch zwei Spieltage auf dem Programm.

Der Spielplan war auf elf Mannschaften ausgelegt. "Nur zehn sind in die Saison gestartet. Deshalb sind wir jetzt schon fertig", sagt Ulrike Weeber, die TVH-Trainerin. Nach dem hauchdünnen 3:2 (25:16, 24:26, 18:25, 25:21, 15:11) ist der TV Hausen nicht mehr von Rang zwei hinter dem SV Fellbach II zu verdrängen. Zu gut ist das Hausener Satzverhältnis. Auch zwei 3:0-Siege der drittplatzierten Ravensburger reichen nicht. Die Hausener Mannschaft feierte am Samstagabend schon einmal vor. Präventiv, für den Fall der Fälle, sozusagen. Nach über zwei Stunden auf dem Spielfeld machten die Volleyballer auch auf der Tanzfläche des Heilbronner Creme 21 eine gute Figur.

Richtung Regionalliga Die Hausener Reisegesellschaft sitzt im Bahnhofswartehäuschen. Sie warten auf den nächsten Zug. Er fährt wohl in Richtung Regionalliga. Das Ganze ist etwas kompliziert. Denn der SV Fellbach I hat sich mit einem 3:0 über Heidelberg wohl den Klassenerhalt in der Regionalliga gesichert. Das wiederum heißt für die zweite Mannschaft der Stuttgarter Vorstädter: Als Oberliga-Meister können sie nicht in die Regionalliga aufsteigen, da zwei Teams des selben Vereins nicht in einer Liga spielen dürfen.

Alles klar? Damit kommt der TV Hausen ins Spiel, der auch als Oberliga-Vize das Aufstiegsrecht besäße. Und wahrnehmen will. "Auch wenn das bedeuten wird, dass wir wohl nicht viele Spiele gewinnen werden", sagt Moritz Weeber. Dass der TV Hausen wohl nach nur einem Oberliga-Jahr in die dritthöchste Spielklasse zurückkehrt, liegt auch an den Schwächen der Konkurrenz. "Im direkten Vergleich hätten wir es nicht geschafft. Wir haben zwei Mal gegen Ravensburg verloren, ein Spiel gegen Fellbach II", sagte Ulrike Weeber. Alles andere als regionalligatauglich war die Leistung der jungen TVH-Truppe gegen Eningen. Unübersehbare Probleme in der Annahme, dazu fehlte der verletzte Angreifer Peter an allen Ecken und Enden. "Nur mit Moral wie heute, kann man eine Klasse höher nicht bestehen", sagt die Trainerin Ulrike Weeber.

Ligareform Sie weiß, in der Form von Samstag wird es in der Regionalliga nicht viel zu holen geben. Zu gut für Liga vier, zu schlecht für Liga drei. Da trifft es sich gut, dass zur Saison 2012/13 eine neue dritte Liga eingeführt werden soll. "Dann könnte die vierte Liga genau unsere Kragenweite besitzen", sagt Ulrike Weeber. Als Regionalligastarter in der Saison 2011/12 wäre die Ausgangsposition dafür deutlich besser.

TV Hausen: Ballat, Barth, H. Figgemeier, T. Figgemeier, Geiger, Kleinscheck, Link, Neuffer, Walter, M. Weeber, J. Weeber

 
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