TV Hausen - SG Sportschule Waldenburg 3:0 PDF Drucken
Donnerstag, 10. Februar 2011 um 17:50

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Am Ende bleibt der Frust


Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hatte sich Jonas Kleiner etwas anders vorgestellt. Einen Satzgewinn hätte er sich gewünscht. Oder zumindest, dass seine Mannschaft das Gastspiel beim Oberliga-Spitzenreiter TV Hausen länger offen gestalten kann. Doch es wurde nichts daraus. Die SG Sportschule Waldenburg war nach nur 64 Minuten mit 0:3 (18:25, 20:25, 22:25) geschlagen.

Volle Halle "Es war toll, dass die Halle voll war. Die Stimmung hat auch gepasst. Das war in Hausen zum Ende der vergangenen Saison nicht immer so", sagte Kleiner. Da spielte er noch für den TVH. Nach dem Regionalliga-Abstieg wechselte er zur SG Sportschule Waldenburg − aus schulischen Gründen. "Wir wussten ja, dass Hausen der Favorit ist. Aber etwas mehr wäre schon drin gewesen", sagte Kleiner. "Jetzt gewinnen wir eben den Rest der Spiele", sagt Kleiner. Seine Mannschaft schwebt nach drei Niederlagen in Folge wieder in Abstiegsgefahr.

"Hausen hat gerade einen Höhenflug und wir haben Schwierigkeiten mit uns selbst", sagte SG-Trainer Damir Darscht. Vor allem in der Annahme hatte sein Team Probleme. Zudem stellte der Hausener Mittelblock sowie deren Diagonalangreifer Peter die Waldenburger immer wieder vor unlösbare Probleme. "Es ist ärgerlich, wenn man vorgeführt wird, wie eine Mannschaft, die zwei Klassen tiefer spielt", sagte Darscht. Ich hätte mir mehr Einsatz gewünscht." Doch von Beginn an kamen die Waldenburger nicht ins Spiel. Hausen agierte zwar einfach, aber dafür effektiv. "Dafür, dass wir unter der Woche nur drei, vier Spieler im Training haben, ist das gut", sagte Hausens Trainerin Ulrike Weeber. Schnell war der erste Satz mit 25:18 für die Gastgeber erledigt.

Routine Im zweiten Satz hielten die Gäste etwas besser dagegen. Mit müh und Not blieb man lange dran und konnte zumindest den Spielstand bis zum 17:17 ausgeglichen gestalten. Doch auch hier setzte sich die größere Routine der Hausener durch. Sie gewannen 25:20. Im dritten Satz war der TVH dann schnell auf 18:6 enteilt. Erst jetzt, als es nichts mehr zu gewinnen gab, spielten die Waldenburger befreit auf und holten Punkt um Punkt. Sie konnten bis auf 15:21 verkürzen, und kamen gar bis zum 22:24 ran. "Der letzte Satz hat dann Spaß gemacht", sagte Darscht. "Wir haben uns vorgenommen, uns über jede gelungene Aktion zu erfreuen. Wir hatten uns damit abgefunden, dass es nichts mehr zu holen gibt und haben einfach gezockt." Doch am Ende zogen sie mit 22:25 erneut den Kürzeren.

"Es war schwer, da wir nach zwei Niederlagen in Folge zum Tabellenführer gefahren sind", sagte Darscht. "Der Kopf war nicht frei. Das Ungezwungene hat gefehlt. Der Druck in der Tabelle ist da, den müssen wir nun ins Positive umzukehren." Während die SG nun wohl bis zum Saisonende um den Klassenerhalt kämpft, geht es für Hausen um die Rückkehr in die Regionalliga. Der TSB Ravensburg wird wohl der härteste Konkurrent im Aufstiegskampf sein. "Wir haben mal grob darüber gesprochen und die Spieler meinten, dass sie wieder hoch wollen", sagte Weeber.

 
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