TSV Schmiden - TVH 2:3 Drucken
Samstag, 06. Dezember 2003 um 08:50

Hausen mausert sich zum Favoritenschreck

In einer über weite Strecken hochklassigen Partie zwang Volleyball-Regionalligist TV Hausen den Spitzenreiter TSV Schmiden in dessen eigener Halle mit 3:2-Sätzen in die Knie.

Hausens junge Wilde mausern sich zum Favoriten-Schreck der Regionalliga Süd. Nach dem Sieg über Durmersheim vor einer Woche musste nun der Tabellenführer TSV Schmiden dran glauben.

"Gerade gegen Topteams geht die Mannschaft an ihre absolute Leistungsgrenze", analysierte TVH-Coach Ulrike Weeber und versäumte es nicht, die Erfolgsgaranten beim Namen zu nennen: "Fritz Barth hatte über die Mitte eine Trefferausbeute von fast 100 Prozent. Das Beste, was ich in dieser Spielklasse bislang gesehen habe." Für den annehmenden Außenangreifer Chris Reiner galt Ähnliches, "er wird auf der Position 4 immer variabler".

Ganz besonders lobte sie aber Spielmacher Patrick Reiner: "Patrick spielt die Rolle des Zentralen souveräner denn je." Dabei hatte es im ersten Satz gar nicht so gut ausgesehen. Mit ihren Zwei-Meter-Hünen auf den Außenbahnen trafen die Gastgeber fast nach Belieben. Und auch im Block stellten sie ein fast nicht zu überwindendes Bollwerk dar. Satzendstand 17:25.

Im zweiten Durchgang dasselbe Bild, jedoch mit umgekehrten Vorzeichen. Hausen besann sich auf seine starke Mitte, war nicht zu halten, siegte 25:17.

Im dritten Durchgang hielt Hausens Dominanz an. Durchgängig führten die Gäste mit zwei bis drei Punkten. Der 25:23-Sieg ging völlig in Ordnung.

Lediglich in Satz vier kam etwas Sand ins TVH-Getriebe. "Die Spieler machten sich gegenseitig Vorwürfe. Da kann man nicht gewinnen", merkte Weeber nach der Partie kritisch an. Trotz eines 15:20-Rückstands kam der TV zwar noch auf 24:24 heran, ohne den 26:24-Erfolg der Schmidener noch verhindern zu können.

Beim Seitenwechsel des Tiebreaks lag Gastgeber Schmiden schon 8:6 vorne. Hausen schien endgültig auf der Verliererstraße. Doch Hausen drehte noch mal auf und siegte 15:13.