TSV Bad Saulgau - TV Hausen 3:1 PDF Drucken
Montag, 08. Februar 2010 um 19:00

Ein starker Satz ist für TV Hausen einfach zu wenig


Regionalligist TV Hausen hat das Spiel beim TSV Bad Saulgau am Samstagabend mit 1:3 Sätzen verloren und konnte damit seine Lage am Ende der Tabelle nicht verbessern.

Zuversichtlich gingen die Hausener ins Spiel. Immerhin hatten sie eine Woche zuvor überraschend den Tabellendritten Fellbach geschlagen. Vor allen Dingen aber war da die Erinnerung an den einzigen Vorrundenerfolg ausgerechnet gegen Bad Saulgau.

Probleme mit Ballannahme
Wie bereits im Heimspiel gegen Fellbach gab Weeber auch gegen Saulgau die Devise „Jugend forscht“ aus und schickte von Beginn an den 16-jährigen Jonas Kleiner als annehmenden Außenangreifer und den gleichaltrigen Bernd Neuffer als Libero aufs Feld. Weebers Plan, damit Hausens wacklige Aufschlagannahme zu stabilisieren, ging aber zunächst ordentlich schief. Mit klugen taktischen Aufschlägen stellten die Saulgauer die Hausener Annahmespieler erneut vor Probleme, so dass dem TVH selten ein optimaler Spielaufbau gelang. Mit 25:17 fiel deshalb der Saulgauer Satzgewinn recht deutlich aus.

Möglicherweise waren es Weebers aufmunternde Worte in der Satzpause, dass ihre Schützlinge im zweiten Durchgang viel konzentrierter ans Werk gingen. Endlich kamen die ersten Bälle präziser zum Spielmacher Patrick Reiner, der seine Angreifer dann auch viel variabler einsetzen konnte. Hausen führte durchgängig bis zum Stand von 21:19. Danach kam Saulgau heran, überholte und hatte bei 24:22 Satzball. Die nächsten vier Punkte gingen jedoch an den TVH, der den Satz doch noch mit 26:24 für sich entschied.

Von der Rolle
Was danach geschah, ist schwer erklärbar. Hausen war im dritten und vierten Satz zusehends von der Rolle. Dem deutlichen 16:25 folgte gar ein deftiges 11:25. „Auch der Umstand, dass die beiden Unparteiischen ihrer Vorsilbe augenfällig nicht gerecht wurden, ist keine Begründung für unseren Leistungseinbruch“, kritisierte Ulrike Weeber nicht nur die Schiris, sondern auch ihr Team. Zwei Punkte Abzug wegen gelber Karten gegen Hausens Jonathan Brenner und Tobias Ballat waren schließlich Ausdruck des Frusts, den so manche nicht nachvollziehbare Schiedsrichter-Entscheidung auslöste. Realistischer und weniger emotionsgeladen fiel dagegen das sportliche Fazit der Trainerin aus: „Ein starker Satz reicht eben nicht aus, um eine ganze Partie zu gewinnen“.

TV Hausen: Ballat, Brenner, Buck, Geiger, Kleiner, Kleinscheck, Leonhardt, Neuffer, Reiner, Weeber.
 
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