TV Hausen - SV Fellbach 3:2 PDF Drucken
Montag, 01. Februar 2010 um 19:14

Hausener Griff in die Trickkiste und ein 3:2


Mit großem Kampfgeist zwangen Hausens Regionalliga-Volleyballer am Samstagabend den hochfavorisierten SV Fellbach in die Knie. Die ganze Dramatik des Spiels am Samstagabend in der Brackenheimer Verbandssporthalle spiegelte sich im knappen 17:15 Erfolg des Fünfsatz-Tiebreaks wider.

Der kollektive Hechtbagger in Richtung Zuschauertribüne, Hausens Ritual nach Siegen und zugleich das Dankeschön an die treuen Zuschauer, hatte in den vergangenen erfolglosen Wochen Seltenheitswert. Umso übermütiger zelebrierten die Jungspunde aus dem Zabergäu ihren Diver nach dem überraschenden und hart erkämpften 3:2-Sieg gegen den Tabellendritten aus Fellbach.

Talente dürfen ran
TVH-Coach Ulrike Weeber hatte dieses Mal tief in die Trickkiste gegriffen. Sie nahm die beiden 16-jährigen Talente Jonas Kleiner als Außenangreifer und Bernd Neuffer als Libero nicht nur in den Kader, sondern gleich in der Stammsechs und ließ sie alle fünf Sätze durchspielen. Diese Entscheidung war umso mutiger, da der Landesauswahl-Spieler Kleiner von Haus aus Mittelangreifer und Neuffer Zuspieler ist. Doch gelang es Weeber mit diesem Schachzug, die zuletzt schwache Aufschlagannahme deutlich zu verbessern.

Im ersten Satz jedoch schien zunächst alles seinen gewohnten Gang zu nehmen. Hausen spielte bis zum 21:21 gefällig mit und gab danach, wie so oft, nach individuellen Fehlern das Spiel aus der Hand (21:25). Ganz anders dagegen der zweite Durchgang. Der TVH agierte selbstbewusst und druckvoll. Fabian Buck punktete immer häufiger aus dem Rückraum, und die beiden Mittelangreifer Geiger und Ballat waren mit dem Block erfolgreich. Der Endstand (25:16) verdeutlichte die Überlegenheit der Gastgeber nachdrücklich. Allerdings konnten die Hausener danach das Niveau nicht halten. Vor allen Dingen Fellbachs Außenangreifer Sergej Henkel machte den Gastgebern im dritten Spielabschnitt das Leben schwer und erzielte Punkt um Punkt. Der 25:16-Satzgewinn der Fellbacher war die Folge.

17:15 im Tiebreak
Im vierten Durchgang merkte man beiden Mannschaften die Brisanz der Partie an. Immerhin schielen die Fellbacher auf den Vizetitel, der ihnen die Teilnahme an der Relegation ermöglichen würde. Mit vielen Fehlaufschlägen und leichten Fehlern auf beiden Seiten ging es zunächst auf die 20er-Marke zu. Erfreulicherweise war es der TVH, der zuerst wieder in die Spur fand und mit sehenswerten Attacken den Satz in trockene Tücher brachte (25:21).

Im Tiebreak führte Hausen durchgängig bis zum Stand von 10:6, doch Fellbach glich aus und hatte bei 13:14 den ersten Matchball. Es sprach am Samstagabend für Hausens gewachsenes Selbstvertrauen, dass man in dieser brenzligen Situation die Ruhe bewahrte und den Satz mit 17:15 zu seinen Gunsten verbuchte. Damit darf der Tabellenletzte wieder hoffen, die Klasse noch zu halten. wee

TV Hausen: Buck, Ballat, Brenner, Kleinscheck, Leonhardt, Reiner, Kleiner, Neuffer, Geiger, Weeber
 
TV Hausen Volleyball, Powered by Joomla!