TV Hausen - TSV Bad Saulgau 3:2 PDF Drucken
Dienstag, 24. November 2009 um 19:04

Sie haben es nicht verlernt


Die Negativserie reißt mit einem lauten Schrei. All die Anspannung möchte raus, deshalb wird Hausens Außenangreifer Moritz Weeber am Samstagabend um kurz vor 22 Uhr sehr plötzlich sehr schnell, sehr laut. "Das musste einfach sein", sagte Weeber nach dem 3:2 (25:18, 20:25, 25:19, 19:25, 17:15)-Sieg über den TSV Bad Saulgau.

Nach sechs Niederlagen in den ersten sechs Regionalliga-Spielen gelang der jungen Mannschaft am Samstagabend der erste Saisonerfolg. Endlich mal nicht mit hängenden Köpfen das Spielfeld verlassen: "So ein Sieg fühlt sich einfach schön an", sagte Jonathan Brenner.

Reinigungskommando Vor Freude nahm die Mannschaft dem Hausmeister der Brackenheimer Verbandssporthalle gleich mal einen Teil seiner Arbeit ab. Mit einer Mischung aus Bauchplatscher und Diver polierten die neun Hausener Spieler beim Jubeln nach dem Spiel den Hallenboden. Zuvor hatten sie auf dem Spielfeld eine konzentrierte Leistung gezeigt. "Zum ersten Mal in dieser Saison hatten wir keine Totalausfälle im Team", sagte Trainerin Ulrike Weeber. Der Block Geiger/Brenner hatte die Saulgauer Angreifer im Griff, Fabian Buck vollendete zum 25:18 und der 1:0-Satzführung. "Danach waren wir zu unkonzentriert", sagte Jonathan Brenner. Saulgau, bis Mitte Oktober Tabellenführer, kam besser ins Spiel, punktete vor allem durch seine Außenangreifer - und holte sich Satz zwei mit 25:20. Im Gegensatz zu den bisherigen Spielen brach die Mannschaft des TVH nun nicht auseinander, sondern sicherte sich Durchgang drei mit 25:19. "Uns ist natürlich zu Gute gekommen, dass Bad Saulgau wichtige Spieler gefehlt haben", sagt Trainerin Weeber. Zum ersten Mal saßen drei Spieler auf der Wechselbank. "Da hast du ganz andere Möglichkeiten", sagte Weeber. Vor allem durch die Mitte kam der TV Hausen immer wieder zu Punkten. Trotzdem ging Satz vier ins Oberschwäbische. Der Tiebreak war von Nervosität und leichten Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Saulgau vergab zwei Matchbälle. Hausen nutzte seinen ersten zum 17:15. "Wir haben das hier leichtfertig aus der Hand gegeben", sagte Saulgaus Trainer Robert Mader. Direkt daneben tippte seine Hausener Kollegin erst einmal eine Sieges-SMS an die Tochter.

Auf die Tabelle wollen sie im Zabergäu trotz des ersten Saisonerfolgs nicht schauen. "Dazu müssen wir erst noch einmal gewinnen", sagte Jonathan Brenner. Denn auch so wissen sie alle: Der TVH ist Tabellenletzter, bis zum Klassenerhalt ist es ein weiter Weg. Immerhin dürfen sich die Spieler über eine Siegprämie der besonderen Art freuen. Im Training am Mittwoch wird zum Aufwärmen Fußball gespielt. "Das dürfen wir nur, wenn wir vorher gewonnen haben", sagte Moritz Weeber.

TV Hausen: Ch. Reiner, Kleiner, Brenner, Buck, Geiger, P. Reiner, Ballat, Weeber, Kleinscheck.
 
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